Interview Nr. 1 – Andreas Vetter

Interview mit Andreas Vetter vom 27.05.2018:

Zeitachse:

0:01:10 – Andreas Vetter stellt sich vor
0:02:43 – Andreas Bestzeiten beim Marathon, Halbmarathon und 10 km… und was Dieter Baumann damit zu tun hatte 😉
0:05:00 – Thema Beweglichkeit „alles hängt mit allem zusammen“
0:05:57 – wenig Schlaf, viel Stress, hoher Muskeltonus wirken sich negativ auf die Beweglichkeit aus
0:07:20 – „Thema Beweglichkeit sehr, sehr wichtig“
0:09:08 – „ich war grundsätzlich schon immer sehr beweglich“
0:09:59 – „ich bewege mich mein ganzes Leben schon“
0:12:01 – „es gibt mehr Strukturen als nur den Muskel“
0:17:13  – „das Fasziennetz arbeitet komplet zusammen“
0:21:09 – die Plantarsehne profilaktisch geschmeidig zu machen, macht immer Sinn
0:24:29 – Thema Krafttraining
0:24:49 – „das Krafttraining ist eines der Mittel, die wirklich Einfluss haben … auf die Beweglichkeit“
0:25:53 – „eine Bewegung nicht kontrolieren zu können, ist einer der Gründe warum wir sie nicht machen. Aber es wird nicht besser, wenn wir sie nicht machen“
0:27:08 – „für mich ist nicht der Fokus wirklich Muskelaufbau und Bodybuilding…, sondern Beweglichkeit und Verletzungsprophylaxe“
0:28:39 – „ich selbst trainiere nach nach einer Mischung aus verschiedenen Trainingsmethoden; …einmal pro Woche ein klassisches HIT (High Intensity Training)“
0:30:30 – „ganz wichtig, gerade für Läufer, die Ischios und der Hintern braucht einfach Kraft“
0:31:17 – „ergänzende Trainings, die ich die Woche über so mache, zielen auf Propriozeption, Stabilisierung der Bewegungen und Ansteuerung der tief liegenden Muskulatur ab. …Diese Art des Trainings ist in meinen Augen wichtiger als das HIT“
0:34:15 – „mindestens 15.000 Schritte am Tag, ohne dass es ein bewegter Tag war
0:35:35 – „manchmal stoße ich mit funktionellen Übungen auch an Grenzen (bei den Klienten), …so dass der Einsatz von Maschinen / Trainingsgeräten manchmal durchaus Sinn macht“
0:38:37 – „ich versuche, Bewegungen zu optimieren, es ist ein Schwerpunkt meiner Arbeitsgebiete. Irgendwo hat jeder Schwachpunkte bei Bewegungsabläufen“
0:39:20 – Thema Ernährung
0:39:50 – „mir ist letztendlich wichtig, dass der Körper das bekommet was er tatsächlich benötigt“
0:40:27 – „wenn (Mikro)Nährstoffe fehlen, funktioniert der Körper nicht optimal“
0:41:14 – „mein Körperfettanteil liegt zwischen 5% und 8%, damit kann ich locker 160 km am Stück laufen“
0:42:08 – „wir sind aus Eiweißstrukturen aufgebaut“
0:44:25 – „0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht pro Tag halte ich für sehr, sehr wenig, egal was man tut“
0:45:20 – „ich habe die Eiweißzufuhr über die Jahre sehr, sehr stark erhöht, ich bin jetzt so zwischen 2 und 3 g (pro kg Körpergewicht und Tag)“
0:47:17 – „man kann durch die Eiweißzufuhr sehr, sehr viel steuern“
0:48:37 – „Gemüse steht ganz, ganz oben in der Prioritätenliste bei der Ernährung. Über das Gemüse will ich die Nährstoffe reinbekommen. Guter Nebeneffekt: Gemüse wird basisch verstoffwechselt“
0:51:02 – Intermittierendes Fasten …“den Vormittag esse ich meistens nichts…Energie und Baustoffe erst Richtung Abend“
0:53:56 – Kohlenhydrate und Sportler…“gerade, wenn ich an den 10 km-Läufer denke, der braucht einfach Kohlenhydrate, damit er mit maximaler Geschwindigkeit laufen kann. Das heißt aber nicht, dass  er den ganzen Tag Kohlenhydrate futtern muss, er muss sie nur punktuell einsetzen. Für den langen, langsamen Lauf braucht es keine Kohlenhydrate, da geht es um die Fettverbrennung“
0:55:58 – „Kartoffeln und Reis sehe ich persönlich aus einer Gensussrichtung. Ich versuche schon, deren Konsum einzuschränken, …sie sind die Beilage und nicht die Hauptmahlzeit“
0:57:09 – „grundsätzlich low carb und Gemüse an erster Stelle“
0:57:56 – „ich nutze Milchprodukte, versuche aber es gering zu halten“
0:59:33 – „(für die) vielen Menschen mit chronischen Erkrankungen macht es durchaus Sinn, auf Milchprodukte zu verzichten“
1:00:40 – Thema barfuß / barfußlaufen
1:03:27 – „ich möchte weg von dem klassischen Marathonlaufen in den Schuhen , wie man das so gewohnt ist, …sondern für mich kam immer mehr die Gesundheit in den Fokus…Die Erleichterungen des modernen Alltags führen dazu, dass wir uns Verletzungen und Krankheiten holen, die nicht notwendig sind“
1:04:33 – „Schuhe stützen, sie nehmen dem Fuß und der stabiliserenden Muskulatur die Arbeit weg, ich spüre den Boden nicht mehr und die Strukturen bauen einfach ab, vor allem in ihrer Funktion“
1:05:08 – „Schuhe sorgen dafür, dass wir unbeweglich sind“
1:07:07 – „barfußlaufen muss dosiert eingesetzt werden. Ist es überhaupt sinnvoll, auf Asphalt zu laufen?“
1:09:25 – „ich werde einen schnellen Marathon laufen, in Barfußschuhen oder komplett barfuß auf unebenem Untergrund“
1:10:56 – „für mich ist in den letzten Jahren das Thema Gesundheit immer mehr in den Fokus gerückt, …mein Schwerpunkt ist die Gesundheit geworden“
1:14:17 – „selbst im Tiefschnee, bei sehr kalten Temperaturen habe ich gute Erfahrungen in Barfußschuhen gemacht“
1:15:55 – aktuell findet man Andreas unter
www.andreasvetter.com
im Aufbau befindet sich die Homepage
www.einfachbarfuss.de (wird kurzfristig verlinkt)
auch im Aufbau befindet sich sein You Tube-Channel „einfachbarfuss“
1:16:40 – „ich helfe gerne, das ist immer mein Hauptanliegen“

Andreas Vetter in Action

 

Fotos: Buchmann „Andreas Vetter“ und „Andreas Vetter 2“

Einfach nur sein…und ab und zu einen Fisch

Ich gehe fast täglich in der Mittagspause über eine Brücke über der Trave spazieren. Manchmal halte ich inne und betrachte das Wasser, die Bäume, die Natur. Vor ein paar Wochen stand mitten im Fluß ein Graureiher und wartete auf seine Beute. Plötzlich schlug er zu, der Fisch zappelte kurz und wurde dann ruck zuck verschlungen. Darauf hin setzte ich meinen Spaziergang fort. Letzten Montag, das Wetter war wieder einmal herrlich, wiederholte sich das gleiche Schauspiel. Diesmal blieb ich aber noch einen Augenblick länger da stehen und sah wie der Graureiher, kurz nachdem er die Beute gemacht hatte, davon geflogen ist. In diesem Augenblick hatte ich einen Aha-Moment, eine kleine Erleuchtung. Ich fragte mich was der Reiher jetzt wohl tun würde. Die einzig plausible Antwort war für mich:… Nichts, der ist einfach nur da. Wenn er wieder Hunger verspürt, angelt er sich wieder einen Fisch und ist ansonsten nur da -im Hier und Jetzt-. Einfach nur sein…und ab und zu einen Fisch weiterlesen